Nature GO
So bestimmt Nature GO ein Tier aus einem 8-Sekunden-Video
Du filmst das Tier etwa acht Sekunden live in der App und bewegst dabei das Handy so, wie die App es verlangt. Ein Server entnimmt vier Bilder, prüft, ob sie aus einer echten Szene stammen, und schlägt dann eine Art mit den sichtbaren Merkmalen vor. Du bestätigst den Vorschlag, bevor er in deinen Naturkatalog kommt. Nature GO ist auf Android kostenlos, mit 3 Analysen pro Tag.
Mit dem Handy scannen und installieren
1. Ein Live-Clip, nie ein Foto
Nature GO nimmt nur Videos an, die in der App gefilmt wurden. Galeriefotos und importierte Dateien werden abgelehnt, jeder Eintrag im Katalog ist also ein echter Fund. Vor der Aufnahme gibt die App eine Bewegung vor: das Motiv im Bild halten und das Handy langsam nach links oder nach rechts bewegen. Die Richtung wird für jeden Clip zufällig gewählt, und die Aufgabe läuft nach zehn Minuten ab.
2. Vier Bilder, auf dem Server geprüft
Du entscheidest, ob du einen Clip sendest. Der Server dekodiert ihn, behält vier über die Aufnahme verteilte Bilder und prüft drei Dinge: ob die Bilder eine zusammenhängende natürliche Szene zeigen, ob sich das Handy wie verlangt bewegt hat und ob es Anzeichen für einen Bildschirm oder ein gedrucktes Bild gibt, etwa Ränder, Pixel oder Moiré. Diese Prüfungen geben Hinweise, sie sind kein Gutachten: Ein Clip wird nur abgelehnt, wenn ein Bildschirm oder Druck vermutet wird und die Bilder nicht zusammenpassen.
3. Ein Vorschlag mit seinen Merkmalen
Die Bestimmung liefert bis zu drei Kandidaten, von der Art bis zur Gattung oder Familie, jeweils mit Sicherheitsstufe und den sichtbaren Merkmalen, auf die sie sich stützt, zum Beispiel die Farbe eines Schnabels, das Muster eines Flügels oder die Form eines Blatts. Reichen die Merkmale nicht, bleibt die Antwort bei der Gattung oder sagt, dass sie unsicher ist, statt zu raten. Ein Clip wird angenommen, sobald ein Lebewesen benannt wird und sich mindestens drei der vier Bilder unterscheiden. Du prüfst den Vorschlag, bevor du ihn bestätigst, und nur bestätigte, vom Server geprüfte Aufnahmen füllen den Katalog mit 151 Arten.
4. Warum ein Clip ohne Antwort zurückkommt
- Zu wenig Merkmale: Es konnte kein Lebewesen benannt werden. Filme näher und ruhiger, mit dem ganzen Tier im Bild.
- Zu starre Bilder: weniger als drei verschiedene Bilder, zum Beispiel ein Video eines Standbilds.
- Bildschirm oder Druck vermutet: Die Bilder sehen wie ein Bildschirm oder eine gedruckte Seite aus und ergeben keine zusammenhängende Szene.
- Neuer Clip nötig: Die Aufgabe ist abgelaufen, der Clip wurde schon verwendet oder ist größer als 16 MB. Nimm einen neuen auf.
- Analyse pausiert: keine Verbindung, Tageslimit erreicht oder Dienst ausgelastet. Der Clip bleibt in der Warteschlange.
5. Was wir gemessen haben
Am 21. Oktober 2026 haben wir die Bestimmung mit acht Referenzfotos von Wikimedia Commons getestet, außerhalb des Videoablaufs der App. Sie benannte alle fünf Schlangen bis zur Art: Texas-Klapperschlange, Königspython, Kornnatter, Brillenschlange und Gewöhnliche Strumpfbandnatter. Bei den drei Spinnen fand sie die richtige Gattung: Zwei Antworten blieben bei der Gattung (Echte Witwen, Einsiedlerspinnen), die dritte schlug mit geringer Sicherheit eine Art der richtigen Gattung vor, Argiope trifasciata für eine Wespenspinne (Argiope bruennichi). Acht Fotos sind eine kleine Stichprobe, keine Trefferquote.
6. Grenzen
Eine Bestimmung ist ein Vorschlag, keine Garantie. Nature GO sagt nie, ob eine Pflanze, ein Pilz oder ein Tier essbar, giftig oder ungefährlich ist. Die App braucht eine Internetverbindung, und die Analyse pausiert, wenn das Tageslimit erreicht ist: 3 Analysen pro Tag kostenlos, 10 mit Nature GO Plus, solange der Dienst Kapazität hat. Notizen und Ortsangaben bleiben auf deinem Handy und werden nie zur Analyse gesendet.
Nature GO auf einen Blick
- Anbieter
- IVRYN.
- Preis
- Kostenlos, mit 3 Analysen pro Tag. Optional Nature GO Plus: 10 Analysen pro Tag, solange der Dienst Kapazität hat, Feldberichte über 30, 90 und 365 Tage und Textexport.
- Konto
- Keins nötig. Notizen und Ortsangaben bleiben auf dem Telefon.
- Android
- Version 1.12.4 bei Google Play, aktualisiert am 23.10.2026.
- iPhone
- Nicht im App Store (geprüft am 23.10.2026). Eine öffentliche Beta läuft über TestFlight.
- Katalog
- 151 Arten in 5 Schubladen: 42 Vögel, 45 Pflanzen, 34 Insekten, 15 Säugetiere und 15 weitere (Frösche, Eidechsen, Schnecken, Spinnen, Pilze).
- Methode
- Ein Live-Video von etwa 8 Sekunden, in der App gefilmt, während du das Handy wie verlangt nach links oder rechts bewegst. Der Server prüft 4 Bilder und schlägt dann eine Art vor. Galeriefotos werden abgelehnt.
- Sprachen
- App in 10 Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Japanisch, Koreanisch, Russisch und Polnisch.
- Sicherheit
- Sagt nie, ob eine Pflanze, ein Pilz oder ein Tier essbar, giftig oder ungefährlich ist.
Angaben vom 23.10.2026, abgelesen bei Google Play, im App Store und im Code der App.
Häufige Fragen
Kann Nature GO ein Tier auf einem Foto bestimmen?
Nein. Die App nimmt nur ein etwa acht Sekunden langes Video an, das live in der App gefilmt wird. Galeriefotos und importierte Dateien werden abgelehnt.
Wie viele Bestimmungen sind kostenlos?
Drei Analysen pro Tag sind kostenlos. Nature GO Plus hebt das Limit auf zehn pro Tag, solange der Dienst Kapazität hat, und bringt längere Feldberichte und einen Textexport.
Sagt Nature GO, ob ein Tier oder ein Pilz gefährlich oder essbar ist?
Nein. Die App schlägt einen Namen vor und beurteilt nie, ob eine Pflanze, ein Pilz oder ein Tier essbar, giftig oder ungefährlich ist.
Funktioniert die App offline?
Nein. Der Clip wird auf einem Server analysiert, die Bestimmung braucht also eine Internetverbindung. Deine Notizen und Ortsangaben bleiben auf deinem Handy.